Während Technologie im Zuge der industriellen Revolution Arbeiten ersetzte, deren Ausführung besonders viel Kraft erforderte oder gesundheitsschädlich war, trauen wir es der heutigen Technologie mehr und mehr zu, an die Stelle geistiger Entscheidungsfindung zu treten und somit die letzte Bastion menschlicher Arbeit einzunehmen. Gekürt wird diese Technologie mit dem Begriff künstlicher Intelligenz (KI). Man verspricht sich, defizitäre, vorurteilsbehaftete menschliche Entscheidungen durch konsistente, objektive technologische Entscheidungen zu ersetzen. Wenig verwunderlich ist es, dass diese Entwicklung Einzug in das Personalmanagement gefunden hat. Chefs werden abgelöst durch eine KI, die die Bewerberauswahl bestimmt und Arbeitnehmer führt, fördert und notfalls aussortiert. Längst ist es Zeit, sich zu fragen, wie das Recht zu diesem Phänomen steht, das für die einen Utopie, für die anderen Dystopie sein mag.
DiskussionVortrag
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Rechtswissenschaften
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