Vor 20 Jahren (im April 2005) hat der Bundesgerichtshof über den bekannten Fall des Kannibalen von Rotenburg entschieden. Der Fall ist zunächst vom Sachverhalt her bizarr und zeigt, mit welch - für den Durchschnittsbürger - absonderlichen Geschehnissen sich die (Straf-) Justiz zu befassen hat. An der Entscheidung lässt sich aber auch das Arbeiten von Juristen sehr gut nachvollziehen, hier konkret: wie mit dem Spannungsverhältnis zwischen einem schockierenden Geschehen auf der einen Seite und dem Einvernehmen des Opfers auf der anderen Seite unter den Vorgaben des Strafgesetzbuches umzugehen ist. Auch wird deutlich, weil konkrete Fälle vielleicht mit guten Gründen so - aber auch anders entschieden werden können.
Vortrag
23:00 Uhr, Dauer: 45 Min.
JDC 2.281
max. 120 Besucher
Rechtswissenschaften
24 FAU Jura, Juridicum Schillerstraße 1 91054 Erlangen