Die Zoolithenhöhle ist eine der weltweit bedeutendsten quartärpaläontologischen Höhlenfundstellen. Sie ist Typuslokalität für drei eiszeitliche Großsäuger: Höhlenbär (Ursus spelaeus), Höhlenlöwe (Panthera spelaea) und Höhlenhyäne (Crocuta crocuta spelaea). Bereits im 18. und 19. Jahrhundert wurden große Mengen fossiler Knochen aus der Zoolithenhöhle geborgen. Die Höhle war europaweit bekannt und die großen Naturkundemuseen in Paris und London sowie zahlreiche private Naturalienkabinette wurden kistenweise mit Knochen aus der Zoolithenhöhle versorgt.
Im Jahr 1971 wurden neue Höhlenräume mit reichem Tropfsteinschmuck und intakten Knochenlagern entdeckt. Die Erforschung der Höhle ist noch längst nicht abgeschlossen. Laufende Untersuchungen beschäftigen sich u.a. mit der Geologie, Mineralogie, den abgelagerten Sedimenten und Altersdatierungen der pleistozänen Knochen.
Vortrag
20:00 Uhr, Dauer: 30 Min.
Seminarraum 2.010
Geschichte und Archäologie, Geowissenschaften
Institut für Ur- und Frühgeschichte in Kooperation mit: Forschungsgruppe Höhle und Karst
21 FAU Phil, Philosophisches Seminargebäude II Kochstraße 4 91054 Erlangen