Welchen Einfluss hatten politische Faktoren auf die Erlanger Kunstszene im Zeitraum 1920-1965? Die Ausstellung geht dieser Frage nach, indem sie Künstler*innen, den Kunstverein und die Rolle der Uni in den Blick nimmt.
Ab 1920 wurden führende Vertreter*innen der damaligen Avantgarde in der Orangerie ausgestellt. Anlässlich des Dürerjubiläums 1928 machte sich zugleich ein starker Nationalstolz bemerkbar. Der 1930 neu gegründete Kunstverein schloss bereits 1933 jüdische Mitglieder aus und prangerte Künstler*innen der Moderne als „entartet“ an.
Mitbegründer des Kunstvereins waren der Bildhauer Walter Bischoff und der Maler Peter Bina. Die Ausstellung beleuchtet ihre Karrieren und fragt danach, inwiefern sie sich an die NS-Ideologie anpassten.
Untersucht wird zudem die Haltung der Erlanger Professoren für Kunstgeschichte zum Nationalsozialismus – vor und nach 1945. Auch Künstlerkarrieren konnten nach Kriegsende bruchlos fortgeführt werden, wie das Beispiel des Himbeerpalasts zeigt.
Ausstellung
17:00 – 00:00 Uhr
Erdgeschoss, Ausstellungsraum
Geschichte und Archäologie, Kunst- und Musikwissenschaften
Institut für Kunstgeschichte in Kooperation mit: (Prof. Dr. Christina Strunck / Wolfgang Brauneis M.A.)
5 FAU, Hauptbibliothek Schuhstraße 1a 91052 Erlangen