Das bayernweit einzige Magnetoencephalographie (MEG)-System der UK Erlangen nutzt quantenmechanische Effekte, um die extrem schwachen Magnetfelder der Hirnaktivität zu messen. Mittels spezieller Algorithmen kann aus den aufgezeichneten Signalen eine Verteilung der Aktivität über die Hirnanatomie berechnet werden. Klinisch wird die MEG zur Lokalisation pathologischer Aktivität bei Patienten mit Epilepsien eingesetzt, insbesondere auch bei Patienten mit subtilen kortikalen Veränderungen der Anatomie. Die Ergebnisse gehen dann in die Planung epilepsiechirurgischer Eingriffe ein. Wissenschaftlich wird die Technik in der klinischen Forschung bei Studien zu Tinnitus, Demenzen, Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfall und psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt. Darüber hinaus werden neurokognitive Fragestellungen z.B. zur Funktionsweise von Sprache und Gedächtnis untersucht. Wir erläutern die Anwendungen an der Universitätsklinik Erlangen. Zudem zeigen wir im Rahmen einer Führung das Messsystem.
Infostand
17:00 – 00:00 Uhr
EG
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Biologie, Medizintechnik, Gesundheitswissenschaften, Klinische Medizin
16 Uniklinikum, Hörsäle Medizin Ulmenweg 18 91054 Erlangen